B wie "Bildung ist für alle da!"

Chancengleichheit - Nicht vom Geldbeutel der Eltern

Das Bildungssystem in Bayern steht in den letzten Monaten wieder verstärkt in der Diskussion. Dabei dreht sich die Debatte vor allem darum, wie Chancengleichheit verwirklicht werden kann. Internationale und nationale Vergleichsuntersuchungen belegen, dass der Bildungserfolg in Bayern stark davon abhängt, wie viel Geld die Eltern eines Kindes verdienen und wie ihr sozialer Status ist. Die konservative Politik der CSU zielt darauf ab, diese Ungleichheit noch zu verstärken. Die Aufhebung der Lernmittelfreiheit bzw. die Einführung des Büchergeldes, die Einführung von Studiengebühren, die diskutierten Punkte Aufhebung der Schulwegkostenfreiheit, Abschaffung des BAFöGs und noch verdeckt Einführung von Schulgeld führen alle in der Konsequenz dazu, dass sich Bildungschancen für „bildungsferne“ Menschen verschlechtern. Von der CSU ist das so ge-wollt. Den Konservativen geht es darum, eine Gesellschaft der wenigen, über gute Bildung verfü-genden Herrschenden und der vielen „bildungsfernen“ Beherrschten zu schaffen. Dem setzen die Jusos ein anderes Gesellschaft- und Bildungsverständnis entgegen. Bildung ist ein Menschenrecht und keine Ware! Bildung muss die demokratische Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft ermöglichen. Sie gewährleistet den Fortbestand und die Weiterentwicklung unse-re demokratischen Gesellschaft. Sie ist ein wichtiger Motor für echten Fortschritt, für die gerechte Umverteilung gesellschaftlicher Macht und das Aufbrechen bestehender Eliten. Bildung beinhaltet ein klares Bekenntnis zur sozialen Gleichheit aller Menschen und hat deren Aufklärung und eine Veränderung zu einer solidarischen Gesellschaft zum Ziel. Bildung muss daher staatliche Aufgabe sein und bleiben. Wir wollen eine Gesellschaft, an der jede und jeder gleichberechtigt teilhaben kann. Die bedeutet auch, dass jedeR dazu in die Lage versetzt wird. Dazu braucht es Chancen-gleichheit im Bildungssystem. Dabei heißt Chancengleichheit für uns als SozialistInnen nicht nur gleiche Möglichkeit beim Zugang zu Bildungseinrichtungen. Sie heißt für uns Gleichheit im Ergebnis, d.h. die gleiche Möglichkeit, einen Bildungsgang auch abzuschließen. Zentrale Punkte dafür sind:
  • das konsequente Ausgleichen von vorhandenen Rollenklischees zwischen Frauen und Männern;
  • die Kostenfreiheit von Kindertagesstätten-, Schul- und Hochschulbesuch;
  • die Schaffung von Gesamtschulen, die mehr Chancen für alle bieten;
  • die Möglichkeit, über den eigenen Bildungsweg selbst zu entscheiden;
  • eine Ausbildungsförderung, die jeder und jedem den Besuch von Bildungseinrichtungen ermöglicht;
  • eine gerechte Steuerfinanzierung des Bildungssystems
Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen: Zumindest im Kapitalismus lässt sich Gleichheit im Er-gebnis im Bildungsbereich nie vollständig erreichen. Ein Bildungssystem kann aber so ausgestaltet sein, dass zumindest mehr Gleichheit erreicht wird. Dafür ist in Deutschland eine umfassende Bil-dungsreform notwendig. Als SozialistInnen fordern wir diese ein. Um dieses Ziel zu erreichen, werden sich die Jusos im Landesverband Bayern mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen weitere geplante finanzielle Hürden einsetzen.
 

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